Das im Februar vorgestellte Modell sollte eigentlich bereits Mitte des Jahres veröffentlicht werden, wobei Berichten zufolge der Juni anvisiert wurde. Gegenüber CNBC hat ein Unternehmenssprecher des Herstellers nun erklärt, dass der Release im September erfolgen soll, da zusätzliche Tests die Markttauglichkeit auf den Prüfstand stellen sollen. "Wir wollen kein Produkt auf den Markt bringen, das unseren Ruf zerstört", sagte der Sprecher gegenüber CNBC mit einem deutlichen Seitenhieb auf Samsung.

Samsungs Galaxy Fold wurde im April kurz vor der Markteinführung zurückgezogen, da sich bei Testern die Berichte über beschädigte Geräte häuften, was offenbar unter anderem auf Schmutzpartikel zurückzuführen war, die über eine Öffnung an der Falz hinter das Display gelangten. Allerdings hatten einige Tester auch eine für den fehlerfreien Betrieb benötigte Schutzfolie entfernt. Auch das Galaxy Fold ist seither nicht erschienen.

Unterdessen hat Huawei weiterhin mit der US-Blockade zu kämpfen, im Rahmen derer unter anderem Google seine Geschäftsbeziehungen mit dem chinesischen Konzern eingestellt hat, obgleich derzeit noch eine Schonfrist läuft. Man sei nichtsdestotrotz "zuversichtlich", dass das Mate X auch wie angedacht ausgeliefert werden könne. Das faltbare Smartphone soll weiterhin auf Android setzen, während Huaweis als "Plan B" entwickeltes Mobilbetriebssystem Ark OS im Herbst zunächst in China als Alternative an den Start gehen soll.

Dabei wurde auch betont, dass Android eigentlich die bevorzugte Plattform geblieben wäre: "Wir wollen nicht auf unsere eigenen Systeme setzen, wir mögen die Zusammenarbeit mit Google in den letzten Jahren immer noch sehr. Wenn wir gezwungen sind, es selbst zu tun, sind wir bereit. Wir können das in den nächsten sechs bis neun Monaten tun", sagte der Sprecher gegenüber CNBC.