In der 22. Minute stockte den Zuschauern beim französischen Erstligaspiel zwischen Girondins Bordeaux und AS Saint-Étienne der Atem. Nach einer Flanke der Gastgeber kam AS-Torwart Stéphane Ruffier aus seinem Tor, um den Ball mit der Faust zu klären. Dabei übersah er den eigenen Abwehrspieler Neven Subotic und rammte dem früheren Bundesliga-Profi das Knie gegen die Schläfe.


Subotic ging zu Boden und blieb mit einer klaffende Platzwunde am Kopf regungslos liegen. Die Szene lief weiter, der ehemalige Hannoveraner Jimmy Briand staubte zum zwischenzeitlichen 1:1 ab. Erst danach wurde die Partie unterbrochen.


Subotic musste lange behandelt, mit Halskrause auf einer Trage vom Feld getragen und zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht werden. Eine genaue Diagnose gibt es bislang nicht. Der Verein sendete dem 29 Jahre alten Serben noch während des Spiels Genesungswünsche.
Subotic spielte von 2007 bis 2008 beim FSV Mainz und wechselte anschließend gemeinsam mit Trainer Jürgen Klopp zu Borussia Dortmund. Mit dem BVB gewann er die Deutsche Meisterschaft 2011, das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal 2012 und erreichte 2013 das Champions-League-Finale, das die Dortmunder gegen den FC Bayern verloren.


Nachdem er bei der Borussia aussortiert und in der Rückrunde 2016/2017 an den 1. FC Köln verliehen worden war, wechselte Subotic im Januar 2018 nach Saint-Étienne und wurde sofort zum Stammspieler. In dieser Saison hat er bislang nur ein Spiel aufgrund einer Sperre verpasst. Nun wird er seinem Verein vermutlich länger fehlen. AS ist mit 26 Punkten aus 16 Spielen Tabellensechster in der Ligue 1. Die Partie in Bordeaux verlor Saint-Étienne 2:3 (1:1).