Egal, gegen wen wir spielen. Ich will einfach nur dem Team helfen", sagte der brasilianische Offensivstar im Interview des Magazins "Sport Bild". Der 27 Jahre alte Nationalspieler aus Brasilien wurde erst vor wenigen Wochen vom FC Barcelona für eine Saison ausgeliehen.

Im Januar 2018 war Coutinho von Jürgen Klopps FC Liverpool für 145 Millionen Euro Ablöse nach Spanien gewechselt. "Die Summen sind natürlich ein bisschen verrückt. Aber ich denke nur darüber nach, Fußball zu spielen. Ich will auf dem Platz Spaß haben, ich denke nicht so sehr über Ablösesummen oder Ähnliches nach. Diese Zahlen sind für mich nur ein Randaspekt", sagte Coutinho. Nur sein Landsmann Neymar, der im Sommer 2017 für 222 Millionen Euro vom FC Barcelona nach Paris gewechselt war, kostete im Weltfußball mehr Ablöse.
"Ich habe viel von Klopp gelernt"

Von seinem früheren Coach Klopp schwärmt Coutinho. "Er ist einfach ein großartiger Trainer, einer der besten der Welt. Ein richtiger Anführer", sagte Coutinho. "Ich habe so viel von ihm gelernt, gerade auf mentaler Ebene." Und: "Er findet irgendwie immer die richtigen Worte, sowohl vor dem Spiel als auch während des Spiels. Er arbeitet sehr hart und ist dabei so extrem fokussiert. Das Training ist sehr intensiv. Und er schafft es immer, einen wieder optimal auf den nächsten Gegner einzustellen."

Spieler und Ex-Trainer sind weiterhin in Kontakt, nach seinem Wechsel zu den Bayern gratulierte Klopp Coutinho. "Er hat mir eine Nachricht geschickt und mir viel Glück gewünscht. (...) Und dass er sehr glücklich ist, mich dort zu sehen", berichtete Coutinho.
"Eine riesige Freude, mit Müller in einem Team zu stehen"

Auch von einem aktuellen Bayern-Star schwärmte der Angreifer im Interview: "Thomas Müller hat mich toll aufgenommen. Er ist ein absolutes Idol in München und in Deutschland. Und ein Spieler, den jeder in der Welt kennt." Für Coutinho sei es "eine riesige Freude, mit ihm in einem Team zu stehen. Und er hat den Start für mich sehr angenehm gemacht."

An eine eventuelle Konkurrensituation mit dem Ex-Nationalspieler sei aktuell nicht zu denken – man könnte auch zusammen auf dem Platz stehen. "Klar geht das", meint Coutinho. "Aber es ist Sache des Trainers, das zu entscheiden."